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Magengeschwür und Speiseröhrenentzündung erfolgreich behandelt - gegen den ärztlichen Rat

Über mehrere Jahre hatte ich durch den krankheitsbedingten immensen Medikamentenkonsum ("Mein Wolf") nahezu durchgängig mit sehr starken Magenschmerzen und heftigem Reflux zu kämpfen. Durch mehrere Magenspiegelungen wurden in diesem langen Zeitraum auch die Veränderungen entsprechend dokumentiert. Anfangs Magenschleimhautreizung, dann kamen großflächige und schwere Magenschleimhautentzündungen dazu, die zu Magengeschwüren führten. Am Ende hatte ich dann durch den Säure-Reflux auch noch eine chronisch entzündete Speiseröhre, einen entzündeten Kehlkopf und eine große, weil berechtigte Angst vor Magen-, Speiseröhren- und Kehlkopf-Krebs. Ich schreibe hier nicht über "etwas Sodbrennen und 'ne leichte Magenschleimhautreizung"!

Die aus Sicht meiner behandelnden Ärzte übereinstimmende (und scheinbar auch alternativlose) Behandlungsmethode war die Medikation mit Protonenpumpenhemmern wie zum Beispiel Pantoprazol oder Omeprazol. Die Dosierung wurde im Verlauf der Jahre ständig erhöht, zuletzt 80mg Pantoprazol/Tag, obwohl eine Linderung der Beschwerden schon längst nicht mehr eintrat.

 

"Fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker" bringt nicht immer den gewünschten Erfolg. Das Gegenteil war bei mir der Fall ...

 

 


Hatten sie mal starke Magenkrämpfe und Magenschmerzen?

 

Die können fürchterlich sein. Ich hatte sie über mehrere Jahre nahezu durchgängig. Mal etwas schwächer, dann wieder sehr lange so stark, dass ich am Ende meiner Belastungsfähigkeit angelangt war. Wirklich - ich wollte und konnte manchmal einfach nicht mehr! In den schlechten Phasen habe ich vor Schmerzen im Magen und zuletzt auch beim Schlucken kaum noch etwas essen können und wollen und in der Folge bedenklich an Gewicht verloren. Der Rat vieler aufgesuchter Ärzte war immer der gleiche: Da auf meine Herz- und Rheumamedikamente nicht verzichtet werden konnte, sollte der Magen durch sogenannte "Protonenpumpenhemmer" vor einer zu großen Säurebelastung geschützt bzw. geschont werden. So war der Plan ...

 

Protonenpumpenhemmer bzw. Protonenpumpen-Inhibitoren (PPI) reduzieren die Magensäureproduktion. Unter Patienten sind diese Medikamente hauptsächlich als "Magenschutz" oder "Säureblocker" bekannt. PPI unterdrücken die Produktion von Magensäure über die Hemmung der H+/K+ - ATPase, der sogenannten "Protonenpumpe", in den Belegzellen des Magens. Bemerkenswert ist, dass diese Medikamente in der Öffentlichkeit als "völlig harmlos" und als nahezu "frei von Nebenwirkungen" gelten und bedenkenlos verordnet und geschluckt werden, sobald man etwas Magengrummeln hat.

 

In diesem Zusammenhang möchte ich hier auf interessante Fakten hinweisen, die vielleicht dieses Phänomen der Verharmlosung dieser Medikamente erklären:  Protonenpumpenhemmer zählen mit einem derzeitigen weltweiten Umsatz von 26,5 Milliarden US-Dollar zu den am häufigsten verschriebenen Medikamenten! Wenn man sich mal mit dem Beipackzettel auseinandersetzt, sieht das mit der "Harmlosigkeit" plötzlich ganz anders aus: Die häufigsten Nebenwirkungen sind gastrointestinal, darüberhinaus treten relativ häufig Müdigkeit, Schwindel, Kopfschmerzen, Schlafstörungen auf. Ferner kann es zu Hautveränderungen und veränderten Leberwerten kommen. Gravierende mögliche Nebenwirkung sind u. a. Sehstörung bis hin zur Erblindung. Seit relativ kurzer Zeit weiß man auch, dass der langjährige Konsum zu einem starken Knochendichteabfall führt - also zu Osteoporose (auch wenn eine kleine 10 Jahre alte Studie diesen Effekt "bestreitet" - aber vielleicht wurde sie ja von der Pharmaindustrie in Auftrag gegeben). Protonenpumpenhemmer "verschlechtern" sehr häufig auch die Nierenfunktion, erhöhen durch die Belegzellenblockade oftmals die Infektionsgefahr, sorgen häufig für einen Vitamin B12 Mangel und werden mittlerweile auch für die Entwicklung von Nahrungsmittelallergien verantwortlich gemacht. Und ganz aktuell: Man hat nachgewiesen, dass bei hochdosiertem PPI-Konsum (besonders bei Pantoprazol) das Schlaganfallrisiko um das Doppelte höher ist! Nicht zuletzt sollten Sie wissen, dass man von PPIs abhängig werden kann! Untersucht werden aktuell auch Fälle von Demenz, die im Zusammenhang mit jahrelangem Ppi-Konsum stehen können.

 

Letztlich ist das eigentliche Problem aber, dass die Magensäureproduktion durch diese Medikamente total durcheinander gebracht wird. Wenn man Nahrung zu sich genommen hat, muss die Säureproduktion je nach Beschaffenheit und Menge der Speise entsprechend geregelt werden. Diese sich an den Bedarf anpassende Regelung funktioniert mit diesen Medikamenten scheinbar auf Dauer nicht mehr so richtig gut, so dass es sogar zu einer Überproduktion von Säure kommen kann. Verschlimmbesserung im klassischen Sinn.

 

Nun muss man eben auch wissen, dass man PPI nicht unbedingt über lange Zeiträume oder gar Jahre einnehmen sollte. Die Dosierung ist ebenfalls wohl zu bedenken. Leider informierte mich keiner meiner Ärzte über die Konsequenzen dieses Medikamentenkonsums bei hochdosierter Daueranwendung. Nein, eigentlich wurde die Dosis bis auf 80mg/Tag als Dauertherapie hochgefahren, da ich den Ärzten mitteilte, dass die Beschwerden mit der Magensäure schlimmer werden. Schliesslich wollte man mir ja helfen...

 

Zusammengefasst muss ich berichten, dass es ein Riesenfehler war, den Rat der Ärzte so lange zu befolgen, obwohl (oder gerade weil) es mir immer schlechter ging. Ich habe dann leider sehr spät (dafür umso umfangreicher) im Internet recherchiert, was zu diesem Thema so alles zu finden ist. Nicht zuletzt verdanke ich es auch dem guten Tipp meines Psychotherapeuten (Allgemeinmediziner, jedoch mit den Schwerpunkten Psychotherapie und Naturheilkunde), das Magensäureproblem einmal grundsätzlich anders anzugehen!

 

Mein Ziel war jetzt eine Ernährungsumstellung und eben ausnahmsweise mal keine Medikamententherapie der Pharmaindustrie, die bei diesen Verbrauchs- und Umsatzzahlen ihrer Medikamente nicht allzu sehr daran interessiert sind, das "harmlose" Image dieser Wirkstoffe in der Öffentlichkeit zu ändern.

 

 


 

Und hier nun meine ganz persönliche und für mich erfolgreiche Therapie gegen starke chronische Magenschleimhaut- und Speiseröhrenentzündung:

 

  • Absetzen der Protonenpumpenhemmer und zwar vollständig und konsequent! Reduziert habe ich den PPI-Konsum jedoch sehr langsam, um keinen Rebound-Effekt zu bekommen. Meine 80mg habe ich in wöchentlichen Schritten um je 20mg reduziert.
  • In den anfänglich noch akuten Übersäuerungs-Phasen halfen Aloe Vera Saft und Leinsamenaufgüsse sehr gut! Empfehlen kann ich den Magenschutz-Leinsamenaufguss von Linusit.
  • Nahezu täglich etwas geschroteten Leinsamen (gold) zu Müsli und Joghurt essen.
  • Regelmäßig Karottensaft trinken oder frische Karotten essen lindert die Probleme massiv. Auch Kartoffelsaft hilft weil er basisch ist, schmeckt mir persönlich aber nicht wirklich gut.
  • Täglich etwas Apfelessig in Wasser verdünnt einnehmen. Die Säure ist hier KEIN Widerspruch zur Magensäureproduktion! Schmeckt fürchterlich, aber es reicht ein kleiner Schluck.
  • Beim Obst gibt es bei mir regelmäßig (milde) Äpfel und Bananen. Apfelbrei ist äußerst bekömmlich und gut verträglich. Beide Früchte sind sehr gut für einen ausgeglichenen Magensäurehaushalt.
  • Konsequenter Verzicht auf Schokolade - die ist eine Katastrophe bzgl. der Säureproduktion. So gut wie keinen zusätzlichen Zucker zuführen, auch nicht in Kaffee und Tee oder in Form von Süßigkeiten. Der Verzicht auf Gummibärchen fiel mir als langjährig hochgradig abhängigem Konsumenten wirklich sehr schwer ;-)
  • Möglichst kompletter Verzicht auf Kaffee und schwarzen Tee - zumindest bis die Beschwerden nachlassen. Gut bekömmlich sind u. a. Kamillentee und Ingwertee. Pfefferminztee sollten Sie unbedingt meiden! Wasser sollte möglichst hohlensäurefrei sein.
  • Regelmäßig ungezuckerter Naturjoghurt, wenn man Milchprodukte gut verträgt. Milch, Dickmilch, Quark und besonders Kefir sind sehr gut verträglich.
  • Generell möglichst fettarme (!!!), fleischarme und gemüsereiche Kost zu sich nehmen.
  • Sehr gut sind alle basenbildende/basische Lebensmittel. Ideal sind Kartoffeln, Kartoffelbrei, Reis, fein gemahlenes Vollkorn (-brot), Brokkoli, Blumenkohl, Karotten, Lauch, Haferflocken, Buchweizen, Nüsse (keine Erdnüsse!).
  • Bei den mittlerweile nur noch äußerst selten auftretenden säurebedingten leichten Magenproblemen hilft mir im akuten Fall die Einnahme von Heilerde, um die Säure zu binden. Achten Sie aber auf eine zeitversetzte Einnahme der Heilerde zu Ihrer Medikamenteneinnahme, um deren Wirkung nicht zu mindern. Statt Heilerde kann man auch Natron einnehmen, um die überschüssige Säure zu binden.

 

Ich bin mit den Magen- und Refluxproblemen unter der PPI-Medikation wirklich jahrelang durch die Hölle gegangen. Jetzt habe ich das wie beschrieben vor etwa einem Jahr konsequent umgesetzt und seitdem keine Probleme mehr damit! Lediglich in Phasen, in denen ich wegen eines Entzündungsschubs wieder hochdosiert Kortison einnehmen muss, habe ich ab und an mal mit leichtem Sodbrennen und erträglichen Magenkrämpfen zu tun. Die gehen aber relativ schnell wieder weg. Interessant war ein "Auslassversuch" meiner Magensäurediät - es dauerte keine 2-3 Tage und die Magensäure machte sich bemerkbar und stieg mir wieder bis zum Kehlkopf. Diät erneut konsequent umgesetzt und weg war das Problem innerhalb kurzer Zeit. Für mich eindeutig! Bei meinem Vorrat an Protonenpumpeninhibitoren rückt das Verfallsdatum näher...

 

Bereits nach einem halben Jahr ging es mir dauerhaft so viel besser, dass ich die oben aufgeführte Diät nicht mehr so streng einhalten musste! Keine einzige PPI-Tablette wurde mehr genommen wurde. Verzicht auf Süßigkeiten, mildes Obst und Gemüse sowie ab und an Leinsamen im Joghurt reichen momentan!!! Ich kann mittlerweile wieder Kaffee (mit viel Milch) und schwarzen Tee trinken und mich relativ normal ernähren. Einzig frittierte und fettige Lebensmittel vertrage ich überhaupt nicht mehr.

 

Leider habe ich aber noch in den Phasen schwerer Herzrhythmusstörungen aufgrund des Durchblutungsmangels des Magens mit Symptomen wie Magenkrämpfen und Übelkeit zu kämpfen, aber das steht in keinem Zusammenhang mit der Magensäure. Ich stelle fest, dass Ingwer generell meine Übelkeit mindert. Das ist wohl auch wissenschaftlich  nachgewiesen. So wird zum Beispiel Ingwer auch begleitend bei Krebs-Chemotherapien zur Linderung der Übelkeit empfohlen. Ingwer kann aber auch die Magensäureproduktion anregen. Man sollte testen, wie man es verträgt.

 

Bitte bedenken Sie, dass dies hier meine persönlichen Erfahrungen sind. PPI sind sicher in der Kurzzeittherapie bei vielen Patienten genau die richtigen Medikamente für ihre Leiden. Aber wenn Sie diese Wirkstoffe über einen längeren Zeitraum und/oder ohne Linderung ihrer Beschwerden einnehmen, dann denken Sie mal an "meinen Ingwer" und die Magensäure-Diät.

 

In jedem Fall sollten Sie bei einer Dauermedikation von PPI wenigsten einmal die möglichen Konsequenzen mit ihrem Arzt besprechen.

 

Update Ende 2017:  Mein Herz hat sich durch die chronische Kardiomyopathie stark vergrößert. So wie es aussieht, zieht das "schwere" Herz nun an der Cardia, dem "Verschluss" zwischen Speiseröhre und Magen, der den Säurerückfluss in die Speiseröhre verhindern soll: Meine Cardia "klafft", schließt also nicht mehr. Die Folge ist, dass ich eigentlich nur noch mit stark erhöhtem Oberkörper schlafen kann und die horizontale Lage völlig meiden muss, sonst läuft mir die Magensäure bis zum Kehlkopf. Nun lässt es sich aber nicht ganz vermeiden, dass ich ab und im Schlaf nach unten rutsche und die Säure doch den Weg zum Kehlkopf findet. Ich habe jetzt seit Wochen einen entzündeten Kehlkopf und eine lädierte Speiseröhre. Das ist nicht nur sehr unangenehm, weil man ständig Schmerzen hat und sich ständig Räuspern muss und kaum Schlucken kann - es birgt auch die Gefahr, dass sich Tumore bilden können. Bei meiner Immunsuppression ist das Risiko dafür sowieso wesentlich höher. Schöne Aussichten ...

 

Ich habe die "Magensäurediät" dann wieder etwas konsequenter umgesetzt und bereits nach einer Woche eine deutliche Linderung erfahren. Den Reflux habe ich nun seit Anfang 2018 wieder recht gut im Griff und so gut wie keine Probleme.

 

 


Ingwer bei Übelkeit, Schmerzen, Halsentzündungen, Erkältungen und allgemeinen Verdauungsproblemen

 

  • Täglich frischen Ingwer oder auch getrocknetes Ingwerpulver bei der Speisezubereitung und auch als Tee.
  • Verwenden Sie frischen Ingwer möglichst nur in "Bio"-Qualität! Die nicht entsprechend gekennzeichneten Knollen kommen meist aus unkontrolliertem Anbau aus China und sind häufig sehr stark mit Pflanzenschutzmitteln und Schwermetallen belastet. Falls Sie keine Bio-Ware erhalten können, achten Sie beim Schälen darauf, etwas dickere Scheiben der Schale zu entfernen.
  • Besonders empfehlen kann ich fein gemahlenes Ingwerpulver. Das lässt sich lange lagern und eignet sich sehr gut zum Kochen und zur Teezubereitung. Auch hier unbedingt Bio-Ware erwerben. Ich beziehe (das sehr gute und absolut "bitterfreie") Pulver vom Anbieter azafran. Sie finden ihn im Internet. Das soll keine Werbung für diesen Lieferanten sein, aber es ist mit Abstand die beste Pulverqualität, die ich kenne. Und warum sollen Sie nicht von meiner Erfahrung profitieren, wenn Sie hier schon so geduldig mitlesen?
  • Wenn Sie Ingwer zur Behandlung einnehmen wollen, aber den Geschmack und die Schärfe von Ingwer nicht mögen, empfehle ich ihnen die Tabletten in Bio-Qualität von Raab-Vitalfood. Einfach schlucken... Allerdings sind die im Vergleich zum losen Pulver immens teuer.
  • Machen Sie sich mal schlau, was Ingwer sonst noch so alles kann! Unglaublich, diese "Wunder-Wurzelknolle". Ich bekomme damit u. a. sehr erfolgreich Halsschmerzen kurzfristig in den Griff. Ingwer wirkt antibakteriell, entzündungshemmend und nachweislich auch schmerzlindernd.
  • Bedenken Sie aber, dass zuviel Ingwer auch die Säureproduktion anregen kann. Probieren Sie aus, wieviel Ihnen gut tut.

Kommentare: 23
  • #23

    Martina G. (Mittwoch, 08 Mai 2019 08:32)

    Vielen, vielen Dank für diese umfangreichen Infos. Ich muss leider jeden Tag 11 Tabletten nehmen und meine Speiseröhre brennt dauerhaft. Leider nehme ich mittlerweile schon seit Jahren Pantoprazol und....durch einen Krankenhausaufenthalt wurde, ganz beiläufig, festgestellt, dass ich einen erheblichen Vitamin B-12/Folsäure-Mangel habe. Das passt 1:1 zu Deinen Schilderungen. Hier erfährt man mehr, als von der ganzen Ärzteschaft...traurig aber wahr. Deshalb noch einmal:
    VIELEN DANK.
    Liebe Grüße

  • #22

    Erika K. (Mittwoch, 12 Dezember 2018 22:03)

    Vielen lieben Dank für diese Information. Ich habe Empfehlung bzw Tips vor etwa drei Monaten umgesetzt, da ich immer heftige Säureprobleme unter PPI hatte.

    Ich kann es kaum glaube und bin so unheimlich froh: Die Schmerzen sind weg und der Rexlux macht so gut wie keine Probleme mehr - ganz selten nur, wenn ich etwas falschen gegessen habe!!!

    Ich bin Ihnen so dankbar und sehr froh, auf Ihre Homepage gestoßen zu sein.

    Ich wünsche Ihnen nur das Beste - vor allem eine Verbesserung Ihrer gesundheitlichen Situation.

    Liebe Grüße Erika

  • #21

    Jörg Rüblinger (Dienstag, 09 Oktober 2018 01:30)

    Hallo Rosemarie,
    Der Fall ihres Vaters klingt sehr dramatisch. Ich würde da in jedem Fall nochmal mit den Ärzten in Ruhe sprechen und evtl auch eine Zweitmeinung einholen. Ihnen und Ihrem Vater alles Gute,

    Jörg Rüblinger

  • #20

    Rosemarie Voigt (Montag, 08 Oktober 2018 22:38)

    Hallo,schön das es auch anderen mit den Säureboggern schlecht geht.Ich habe einen demenzkranken Vater der sich zu nichts mehr äußern kann weder schmerzen noch kalt oder warm.Ich habe in den Jahren ein feines Gefühl für die Krankheit an meinem Vater entwickelt.Nun mal zu meinen Problem.Mein Vater bekam vor 5 Jahren das erste mal Pantoprazol verschrieben.Als er das Medikament eine Woche eingenommen hatte ,war er nicht mehr zugänglich.Starrte nur noch zur Decke und röchelte den ganzen Tag.Dadurch war es schwer ihn seine Medikation zu verabreichen.So blieb sie für 3 Tage aus.Und dann ging es meinen Vater wieder besser.Er fing wieder an zu reagieren auch mal ein Lächeln kam.Er drehte auch wieder den Kopf um in die Richtung zu schauen woher die Stimme kam die zu ihm spricht.Nun gab ich ihn auch wieder seine Medikamente.Wieder nach einer Woche ging das gleiche los.Dann hätte ich die Vermutung das es an den Bloggern liegen könnte.Habe es immer wieder abgesetzt und wieder gegeben.Und immer war es das gleicher Ergebnis.So habe ich es mehrmals mit dem Arzt besprochen.Der wollte mir partou nicht glauben.Ich habe sie meinen Vater nie wieder gegeben.Jetzt Sonntag ist mein Vater mit Magenblutung ins Krankenhaus gekommen.Sie haben mir nahegelegt das es wichtig ist das er den Magenschutz weiter bekommt.Er liegt im Krankenhaus starre und schaut nur zur Decke.Er bekommt den Magenschutz über den Tropf.Morgen werde ich es verbieten das er das Medikament bekommt.Er ist so ein lustiger ,lebensfreudiger Mensch.Trotz seiner Demenz und auch das er mich als Tochter nicht erkennt hat man sehr viel spaß mit ihm.Er haut so trockene Sprüche heraus.Manchmal habe ich Bauchschmerzen vor lachen.Wir fahren jeden Samstag und Sontag mit ihm im Auto spazieren und unternehmen viel.Das habe ich heute den Arzt erzählt.Def wölkte es mir nicht glauben.Er sagte ,,ich dachte der Mann ist vollkommen Bettlägerich.Ja das macht das Pantoprazol.

  • #19

    Jörg Rüblinger (Mittwoch, 18 Juli 2018 11:35)

    Vielen Dank für die netten Gästebucheinträge und die vielen "privaten" Mails an mich. Es freut mich, zu lesen, dass meine Tipps scheinbar sehr vielen Menschen mit Refluxproblemen geholfen haben.

    Ich habe selbst so gut wie keine Probleme mehr, auch selbst wenn ich nicht mehr ganz so konsequent in Sachen "Diät" bin. Der Säurehaushalt hat sich gut stabilisiert und wird eben nicht mehr durch "Säureblocker" ständig durcheinander gebracht. Ich bin heilfroh, dass ich mich über die Medikamentenverordnung meiner (vielen) Ärzte hinweggesetzt und auf PPIs verzichtet habe.

    Schöne Grüße und Danke auch für die Inputs und Erfahrungsberichte anderer Betroffener!!

    Jörg Rüblinger

  • #18

    Timo (Montag, 16 Juli 2018 15:06)

    Ich wollte einfach mal Danke sagen. Bin vor etwa einem halben Jahr über Ihre Seite gestolpert, nach dem ich mal wieder im Netz nach Tipps und Infos zu meinen immer wiederkehrenden nächtlichen Magenschmerzen und Refluxproblemen gesucht habe.

    Bei mir sind Magen und Speiseröhre sichtbar entzündet, aber die Ursache konnte auch nach mehreren Magen- und Darmspiegelungen nicht geklärt werden. Wenn ich beim Arzt mal wieder etwas mehr klagte als sonst, wurde einfach wieder Pantoprazol draufgeschüttet und ich wurde mehr oder weniger aus der Praxis geschoben. Dass mir das nicht hilft, wollen mir die meisten Ärzte, die ich bisher besucht habe, nicht glauben.

    Zuletzt hatte ich Pantoprazol gerade wieder mehrere Monate eingenommen, als ich hier den Tipp zu Linusit entdeckte. Habs mir in der Apotheke geholt und ehrlich gesagt mit wenig Hoffnung eingenommen, da ich schon einige Alternativen versucht habe. Aber zu meiner Überraschung hatte ich noch in derselben Nacht viel weniger Probleme als sonst. Habe das einige Tage durchgezogen und das Pantoprazol schließlich ganz ausgeschlichen.

    Inzwischen kaufe ich mir Goldleinsamen lose, das ist viel billiger. Ich schrote mir jeweils abends 2-3 Teelöffel frisch im Mörser und gieße ihn mit Wasser auf. Nach 10 Minuten kippe ich das Ganze durch ein Sieb und trinke die Tasse ca. 3 Stunden vor dem Schlafen gehen. 4 Stunden vor dem Schlafen gehen esse ich nichts mehr und wenn ich danach noch Durst bekomme, trinke ich ausschließlich Leitungswasser und das nicht direkt vor dem Hinlegen. Der Reflux ist nicht ganz weg, aber deutlich weniger und manche Nächte schlafe ich sogar durch und wache ganz ohne Probleme auf. Habe bisher kein Pantoprazol mehr eingenommen.

    Noch wichtig zu sagen, dass dies meine rein persönliche Erfahrung ist.

    Ich wünsche Ihnen alles Gute und dass Ihr Gesundheitszustand möglichst lange stabil bleibt.

  • #17

    harry (Sonntag, 25 März 2018 20:31)

    Ihre am Anfang empfohlenen Tips, SUPER. Werde alles auspropieren. Ihr Ende Klang nicht so glücklich. Wünsche ihnen trotzdem viel Gesunheit und ein Dankeschön für ihren Beitrag.

  • #16

    Klaus Radke (Dienstag, 20 März 2018 12:57)

    Das kann ich nur bestätigen.
    Ärzte sind Angestellte der Pharmazie
    Konzerne Nur Kranke bringen Geld.
    3 Klassen Medizin Reiche lassen
    Sich für 30.000Euro runderneuern
    Ohne AOK ! Bleiben sie gesund
    Ein Hohn !
    Mfg !

  • #15

    Jens (Samstag, 17 März 2018 22:25)

    Hey,

    Du schreibst Du hast Aloe Vera Saft genommen.

    Saft bringt doch gar nichts, da er mit Wasser gestreckt ist. Warum probierst Du es nicht mal mit dem reinen Blattgel?

    Die eigene Herstellung ist nicht leicht da man sehr aufpassen muss das kein Aloin (wirkt abführend) enthalten ist und man nie genau weiß, wo das Aloe Blatt her kommt.

    Wenn Du willst, melde Dich gerne mal bei mir.

    Info@jens-holzhause.de

    Dann schicke ich Dir eine Übersicht über die Produkte am Markt. Es gibt auch ein Aloe Gel mit Zusatz das Dir mit dem Herzproblem helfen könnte.

  • #14

    Evelyn_SR (Samstag, 17 Februar 2018 10:22)

    Kleiner Tipp zum Schlafen Jörg:
    Besser den gesamten Lattenrost schräg stellen - also nicht nur das Kopfteil -
    ist zwar etwas gewöhnungsbedürftig, aber dann ist das runterrutschen nicht so tragisch für die Speiseröhre und für den Rücken ist die ebene Matratze auch besser.

    Bei meinem Ex hat der Lattenrost am Fußende des Bettes etwa 25 cm tiefer gestanden, am Kopfende etwa 25 cm höher als normal - das ist ein ordentliches Gefälle, man gewöhnt sich daran. Er hatte es allmählich gesteigert durch unterlegen von dicken Balken am Kopfende. Es hilft ihm sehr gut.
    Vielleicht ist es dir wenigstens eine kleine Hilfe.

    Du hast mich sehr motiviert! Vielen Dank für deine Ernährungstipps, werde jetzt auch versuchen, das endlich mal noch konsequenter einzuhalten.

    Recht gute Besserung
    und schöne Grüße aus dem Pössl-Forum von der Evelyn

  • #13

    Christian Witter (Sonntag, 11 Februar 2018 12:04)

    Hallo,
    erstmal von hier aus gute Besserung. Ich hoffe Dir geht es wegen der Herzproblematik besser.
    Vielen Dank für den Tipp mit dem Ingwer. Werde ich auch mal ausprobieren.

    Ich habe über 25 Jahre PPI zu mir genommen. Knochendichte war eine einzige Katastrophe. Ich konnte da nur mit Vit-D hochdosiert gegensteuern.
    Im Jahr 2015 war dann Schluss. Die PPI's versagten. Nichts half. Nach 1,5 Leiden und viele Kilos Verlust hatte ich die Nase voll. Ich recherchierte sehr viel im Netz und entschied mich für eine neue Therapie mit dem Namen EndoStim.
    Die Operation war im Oktober 2016 und Anfangs war alles total klasse. Was an aber bedenken muss ist, dass unser Gastrosystem sehr empfindlich ist. Mitunter kann es bis zu einem Jahr dauern, bis sich nach so einem Eingriff alles normalisiert. Bei dem einem klappt es binnen Wochen. Bei mir hatte es eben länger gedauert. Ich esse heute viel bewusster und genieße viel mehr. Wie ihr lesen könnt kann ich wieder fast alles zu mir nehmen. ich verzichte aber freiwillig auf reizende Speisen und Zutaten wie z.B viel Schokolade oder scharf gewürztes. Auch Kohlensäurehaltige Getränke nehme ich nur sehr wenig zu mir.
    Ich weiß ja nicht, ob man hier Links reinsetzen darf? Ich gebe mal Stichworte für diejenigen, die sich für meine Leidensgeschichte bzw. Therapie interessieren.
    Die Therapie wird von den Krankenkassen in Deutschland bezahlt.

    Ihr findet meine Erfahrungsberichte, wenn ihr bei google nach folgendem sucht:

    Erfahrung EndoStim med1
    (Ich bin da der laleluhh)
    oder aber
    zwerchfellbruch masterp endostim
    (Ich bin da der chrischan)

    Ansonsten gibt es eine große Gruppe Leidensgenossen bei Facebook.
    Endostim Implant for Reflux
    Dort tauschen wir uns Weltweit aus. Auch Ärzte sind dort anzutreffen.

    Meine Geschichte stellt sich aktuell gerade so dar. Ich habe nach über 25 Jahre die PPI seit 5 Wochen abgesetzt. Vorher natürlich auch ausgeschlichen. Jetzt eben begleitend wegen eines leichten Rebounds Magentee von Linusit. Da Problem ist, dass ich seitdem permanente Übelkeit habe. Auch Herzrhytmus Störungen sind seit einiger Zeit vorhanden. Ich habe dazu einen Termin im März bei einem Kardiologen.

    Ich werde wie erwähnt einmal den Ingwer testen.

    Beste Grüße
    Christian

  • #12

    Claudia Huggins (Dienstag, 30 Januar 2018)

    Ich leide selbst momentan unter einer Magenschleimhautentzündung und einer Speiseröhrenentzündung, einfach schrecklich. Danke für deinen Bericht und deine Ratschläge, werde dies auch ausprobieren,da alle pph's nicht anschlagen und mir schwer im Magen liegen.
    Dir gute Besserung und Kopf hoch. Es muss immer wieder weiter gehen!

  • #11

    Natasha (Mittwoch, 10 Januar 2018 20:25)

    Sehr geehrter Herr Rueblinger,

    Danke für Ihren sehr hilfreichen Blog. Die Tipps und Hinweise zum Omeprazole konnte ich gut gebrauchen und werden jetzt umgesetzt.
    Ich hoffe, daß es Ihnen im Neuen Jahr gesundheitlich wieder etwas besser geht.
    Ihre Fotos finde ich richtig klasse :-)
    Gruß von Natasha.

  • #10

    Frank (Sonntag, 10 Dezember 2017 20:43)

    Hallo und guten Tag,
    habe seid 2 Jahren (mal mehr, mal weniger) mit Magenschleimhautentzündungen (bedingt durch Medikamente) zu tun und das PPI (Nexium) wird ständig erhöht. Es geht mir schlecht und über Alternativen lassen die Arzte nicht mit sich reden. Habe auch das Gefühl, die Tabletten wirken immer weniger. Aktuell leide ich schon wieder 5Wochen und keine Besserung in Sicht.
    Vielen Dank für den tollen Bericht, ein Strohhalm, den ich ergreifen werde.

  • #9

    Ulrich K. (Samstag, 01 April 2017 16:35)

    Tolle Information! Vielen Dank!
    Ich nehme die PPIs schon seit 5 Jahren und mir geht es nicht gut damit.
    Ich will es mal versuchen, was du gemacht hast!

    Grüße Uli

  • #8

    Lupine123 (Montag, 27 Februar 2017 13:44)

    Mutmachender Beitrag. Habe ähnlich zu kämpfen und bin per Zufall auf die Ernährungs-Docs beim NDR gestoßen, die einen riesengroßen Aha-Effekt ausgelöst haben. Es bestärkt mich, hier zu lesen, dass eine Umstellung und bewusste Ernährung so viel Erfolg bringt, da ich ähnliche Erfahrungen gemacht habe und erstaunt bin, um wie vieles es mir jetzt besser geht - ganz ohne Medikamente. Mein Arzt hatte mir zwar 60 € für eine Ernähungsberatung abgeknöpft, mir jedoch nicht einmal ansatzweise das vermittelt, was so offensichtlich tatsächlich bei Reflux und Speiseröhrenentzündung hilfreich ist..
    Vielen Dank für die Schilderung + viele Grüße

  • #7

    Andrea K. (Freitag, 27 Januar 2017 21:38)

    Vielen Dank für die Tipps. Ich habe seit fast einem Jahr große Probleme mit dem Magen, obwohl - oder weil - ;-) ich PPis nehme. Deine Tipps werde ich mal ausprobieren. Sehr schöne HP hast du da! Andrea

  • #6

    Veruschka (Freitag, 30 Dezember 2016 23:40)

    Seit wann isst du Ingwer?
    Waren heute mal länger auf deiner Seite und sind total begeistert von deinen Bildern.
    Liebe Grüße und gute Reise!

  • #5

    Bernhard (Freitag, 25 November 2016 23:11)

    Sehr interessant! Ich habe auch seit Jahren Probleme, die ich nicht in den Griff bekomme obwohl ich diesen MAgenschutz nehme. Das probiere ich mal aus. Danke, Bernhard

  • #4

    Michi (Mittwoch, 23 November 2016)

    Hallo,
    ich habe mehrere Autoimmunkrankheiten (Kollagenose, ...) und noch mehr- und habe zusätzlich zu den vielen anderen Medis auch PPI bekommen. Mein Allgemeinbefinden war mit der Einnahme der PPI schlechter als ohne, trotz der Magenbeschwerden. Also habe ich für mich beschlossen sie weg zu lassen. Nur aus meinem eigenen Gefühl.
    Vor einem halben Jahr habe ich dann meine Ernährung umgestellt und esse keinerlei Michprodukte (auch keinen Käse und co) und keinerlei Getreide/Pseudogetreide mehr. Ähnlich wie Sie esse ich viel Ingwer und nehme viel weniger Zucker zu mir.
    Und siehe da, der Magen hat sich regeneriert und auch die letzte Magenspiegelung war richtig gut. Sogar Früchte mit Säure kann ich wieder essen :-)

    Ich kann Ihre Erfahrung nur Bestätigen und unterstreichen. Für mich persönlich - denn ich denke es gibt auch viele, denen mit diesen Medikamenten auch geholfen werden kann.

    Jeder muss seinen Weg für sich finden...

    Vielen Dank für den Blog und alles Liebe

    Michi

  • #3

    Lupine aus Aachen (Mittwoch, 16 November 2016 00:47)

    INTERESSANT - DANKE!!!

  • #2

    Heike Schmelzer (Dienstag, 08 November 2016 21:25)

    Sehr interessant, das war mir alles nicht bewusst. Ich nehme auch PPI seit Jahren ein...

    Danke für die Tipps. Übrigens sind deine Fotos richtig, richtig gut!

    Grüße von Heike

  • #1

    Katharina (Freitag, 21 Oktober 2016 21:08)

    Ich bin über eine Kollagenosen Suche hier her gekommen. Tolle Seite, beeindruckend ehrliche Krankheitsgeschichte und gute Information. Und erst die professionellen Fotos - klasse!

    Ich habe auch seit langem Magenprobleme trotz, oder auch wegen der Magenschutzmedikamente... Super interessant deine Erfahrungen. Ich werde da auch mal die Ernährung umstellen und die Tabletten reduzieren. Bin gespannt! Danke