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Nur etwas weniger Fleisch ...

Schweinenasen auf einem asiatischen Markt (Lizenzfreies Bild aus dem Internet)
Schweinenasen auf einem asiatischen Markt (Lizenzfreies Bild aus dem Internet)

...  auf dem Teller und wir bremsen dadurch Klimawandel und Artensterben!

Kaum zu glauben, wieviel Fleisch die Deutschen durchschnittlich verzehren: Fast 60 kg pro Person und Jahr (Direktverzehr). Das macht ca. 165 g pro Tag, also etwa 1,15 kg in der Woche!

 

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt 300 bis max. 600 g/Woche. Mich regt es schon seit vielen Jahren "tierisch" auf, welche Auswirkungen die industrielle Fleischproduktion auf die Umwelt und das Tier- und Menschenwohl hat.

 

Es wird höchste Zeit, da etwas zu verändern:

 

Keine vegane oder vegetarische Doktrin, keinen "fleischlosen Montag", keinen hippen Vegan-Zeitgeist, ohne Zwang und Verzicht: Einfach nur etwas weniger Fleischkonsum - möglichst tier- und umweltfreundlich erzeugt. Etwas Nachdenken und der Wunsch, mich möglichst ethisch/moralisch korrekt und verantwortungsvoll zu verhalten, haben bei mir in ganz vielen Bereichen des Lebens zu einer Verhaltensweise geführt: Konsumeinschränkung - auch oder gerade beim Fleischverzehr! Mir fällt's übrigens gar nicht schwer, auf Schweine- und Rindfleisch ganz zu verzichten, Hühnerfleisch esse ich nur noch selten und beim Fisch möglichst nur die Arten, die in ihren Beständen nicht gefährdet sind. Empfehlung:  WWF-Fischratgeber

WENIGER FLEISCH

 

bedeutet

WENIGER TREIBHAUSGASE

WENIGER ENERGIEVERBRAUCH
WENIGER WASSERVERBRAUCH
WENIGER MASSENTIERHALTUNG
WENIGER TIERQUÄLEREI
WENIGER ANTIBIOTIKA

WENIGER PESTIZIDE
WENIGER ÜBERDÜNGUNG
WENIGER URWALDVERNICHTUNG
WENIGER FUTTERANBAUFLÄCHE
WENIGER MONOKULTUREN
WENIGER ARTENSCHWUND
WENIGER KREBSERKRANKUNGEN
WENIGER FETTLEIBIGKEIT
WENIGER DIABETES
WENIGER BLUTHOCHDRUCK

und damit

 

 MEHR LEBEN !

„Mehr als die Vergangenheit interessiert mich die Zukunft,

denn in ihr gedenke ich zu leben.“

(Albert Einstein)

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WWF-Studie_Fleisch_Zusammenfassung.pdf
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WWF_Fleischkonsum_web.pdf
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Neben dem Tierschutzaspekt ist vielleicht Folgendes ganz interessant:

 

Unser Fleischkonsum und die dafür benötigten Tierfuttermittel sind entscheidend für die Emission von Treibhausgasen und den weltweiten Flächenverbrauch der Futterpflanzen (hauptsächlich Soja). Eine gesündere Ernährung mit deutlich reduziertem Fleischkonsum wirkt sich eindeutig positiv auf den Ressourcen- und Klimaschutz aus. Wenn jeder Bundesbürger nur einmal pro Woche auf Fleisch verzichten würde, könnte das zu einer jährlichen Einsparung von etwa neun Millionen Tonnen Treibhausgas-Emissionen führen. Um das zu verdeutlichen: Dies entspricht ca. 75.000.000.000 (Milliarden!) gefahrenen Kilometern mit einem Durchschnitts-PKW. Jeder von uns könnte durch weniger Fleischkonsum ca. 800 kg CO2 äquivalente Treibhausgas-Emissionen vermeiden - das entspricht etwa sieben Prozent der durchschnittlich pro Kopf verursachten 11.000 kg Treibhausgase.

 

Der Flächenverbrauch der Futterpflanzen für die Tierzucht/Massentierhaltung in Europa ist enorm. Aus Platz- und Kostengründen bezieht man die Futtermittel daher zum größten Teil aus dem Ausland - vorrangig aus Südamerika. EIne WWF-Studie geht für das Jahr 2000 von ca. 30 Millionen Hektar Anbaufläche allein für den europäischen Fleischkonsum aus. Das entspricht ungefähr einer aufaddierten Fläche der Länder Ungarn, Portugal, Dänemark und den Niederlanden! Deutschland hatte daran einen geschätzten Anteil von sieben Millionen Hektar, also ungefähr die Fläche Bayerns.

 

Bei einer geringen Minderung des deutschen Fleischkonsums könnte die Menscheit weltweit mehr als 1,8 Millionen Hektar Anbaufläche (Größe des Bundeslandes Sachsen) anderweitig nutzen - oder den Brasilianischen Urwald vor weiterer Rodung schützen. Und nicht vergessen: ausserhalb Deutschlands und Europas wird auch jede Menge Fleisch gegessen!

 

Der jährliche Fleischkonsum eines deutschen Durchschnittsmenschen beansprucht ca. 1000 m³ Anbaufläche. Wer statt Fleisch beispielsweise Kartoffel oder anderes Gemüse essen würde, benötigt dafür nur 15 Quadratmeter pro Kopf und Jahr bei vergleichbarer Energieaufnahme. Über die katastrophalen Lebensbedingungen der Tiere in der industriellen Massenhaltung und -zucht möchte ich an dieser Stelle nicht schreiben. Aber nur durch die Reduktion der Tieranzahl sind wir in der Lage, die Haltung wenigstens einigermaßen "artgerecht" (was ist das im Einzelfall, wer legt das eigentlich fest und kann man das auch nur nur annähernd umsetzen?) gestalten.

 

 "Weniger" ist hier in jeder Hinsicht "mehr"...

 

Übrigens: Ich schreibe hier nur über's Fleischessen und noch nicht vom Autofahren, Fliegen oder Heizen!

 


Ach und noch etwas:

 

Hört endlich auf Thunfisch zu fressen!!!!

 

Haben es denn nur so wenige mitbekommen, was da mit den Thuna-Arten passiert?


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Kommentare: 7
  • #1

    Jenni (Freitag, 05 August 2016 10:59)

    So wird's gemacht!

  • #2

    Jörg (Freitag, 05 August 2016 12:35)

    Supi!!!
    dann bleiben bei aktuell 81,3 Mio Deutschen abzüglich der lt. 2016er Statistik 5,3 Mio Vegetarier und sich fleischarm ernährenden Menschen nur noch 76 Mio Deutsche übrig, die ihr Essverhalten ändern sollten. Das heißt, dich habe ich noch nicht berücksichtigt: Es sind eigentlich nur noch 75.999.999.

    Wir sind auf dem richtigen Weg!
    ;-)

  • #3

    Jenni (Freitag, 09 September 2016 11:00)

    Ja noch viel zu tun. Wir müssen uns noch eine zusätzliche Strategie entwickeln.

  • #4

    Sophie (Donnerstag, 24 November 2016 10:48)

    Klasse!!!! Ich weiß, warum ich seit längerem Vegetarierin bin! Cooler Artikel mit interessanten News für mich. Ich dachte "nur" an das Wohl der Tiere, aber es ist ja alles viel komplexer!

    Danke für die Info

    Sophie

  • #5

    Anette Daub (Freitag, 06 Januar 2017 15:41)

    Sehr interessante Info - insbesonders die Links zum Thema. Danke!
    Anette

  • #6

    Hannes (Montag, 09 Januar 2017 09:01)

    Sehr gute Info! Es geht eben NICHT NUR um das Wohl des Nutztiers! Wir bedrohen auch unsere eigene Art und tausende andere Tierarten!

    Danke, Hannes aus Dortmund

  • #7

    Gerd B. (Dienstag, 30 Oktober 2018 20:52)

    Sehr guter Blogartikel!
    Danke für die gute Information
    Grüße Gerd